Epigenetic Regulation of normal hematopoiesis and its dysregulation in myeloid neoplasia

Epigenetische Regulation der normalen Hämatopoese und ihre Dysregulation in myeloischer Neoplasie


Die Epigenetik von Krebserkrankungen ist ein Forschungsbereich, der die Entwicklung von neuen und innovativen Technologien vorantreibt, um genomweit epigenetische Muster, die Entdeckung und Entwicklung von Medikamenten und neue therapeutische Ansätze, die an krebsspezifischen epigenetischen Defekten ansetzen, zu erforschen.

Dabei haben sich myeloische Krebserkrankungen wie die Akute Myeloische Leukämie (AML) und das präleukämische Myelodysplastische Syndrom (MDS) als sehr gute Modelle zur Erforschung des malignen (Epi-)Genoms erwiesen.

Der Grundstein für die Erforschung der Epigenetik von Krebserkrankungen wurde durch die Verbindung dreier Forschungsbereiche gelegt. Zum Ersten ermöglicht der technologische Fortschritt inzwischen genomweite Analysen epigenetischer Veränderungen in myeloischen Zellen.

Zum Zweiten führte das verbesserte Verständnis epigenetischer Mechanismen in nicht-transformierten Zellen zu der Herausforderung, die spezifischen epigenetischen Vorgänge in Tumorzellen zu identifizieren und zu untersuchen, ob sie für diagnostische, therapeutische und prognostische Ansätze geeignet sind.

Zum Dritten werden sowohl die klinischen Erfahrungen mit Medikamenten, die sich zur Zeit noch im Genehmigungsverfahren befinden, als auch die Möglichkeit, Patientenproben mit Hinsicht auf Veränderungen in den epigenetischen Markern zu untersuchen, wesentlich dazu beitragen, epigenetische Strategien in myeloischen Tumoren zu verstehen und sie nutzbar zu machen.

Diese drei sich überschneidenden Bereiche führen zu einem neu entstehenden Forschungsfeld: Epigenetische Mechanismen, Ereignisse und Therapieansätze in myeloischen Neoplasien. Dieses Schwerpunktprogramm soll dazu beitragen, epigenetische Mechanismen, die die Genexpression in der normalen Hämatopoese und in myeloischen Neoplasien (v.a. Akute Myeloische Leukämie und Myelodysplastisches Syndrom) regulieren, besser zu verstehen und dieses Verständnis in neue und effektivere Therapien umzusetzen.

Um das zu erreichen, haben wir die folgenden fünf Ziele formuliert:

  • die Definition des Epigenoms normaler und myeloischer leukämischer hämatopoetischer Zellen mittels (epi)genomweiter,
       globaler Untersuchungsmethoden
  • die Analyse der epigenetischen Regulation der hämatopoetischen Stammzelleigenschaften und myeloischer Differenzierung
  • die Untersuchung wichtiger myeloischer Transkriptionsfaktoren
       und myeloischer Leukämie-spezifischer Fusionsgene und somit ihrer Bedeutung als epigenetische Modifikatoren
  • die Suche nach neuen genetischen und epigenetischen Veränderungen in primären myeloischen Leukämien und Präleukämien
  • die Entwicklung präklinischer Modelle für epigenetische Therapieansätze bei myeloischen Neoplasien